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Sowjetische Streitkräfte im Bereich der GSA Braunschweig

Haidholz bei Hötensleben - Beobachtungsstellung II

Neben der Abhöranlage in Schöningen wurde auch die Abhörstation im Elm beobachtet, die von den US-Amerikanern betrieben wurde. Zwei Kilometer nördlich von Wobeck im Elm wurden mit dem Scherenfernrohr die 40 m hohen “Torii Tower” der US-Armee beobachtet. Der Name der Anlage beim Warschauer Pakt war “Uhle”. Da die Beobachtungen der Anlagen nur tagsüber möglich waren, war die Stellung Haidholz nur tagsüber besetzt. Die Soldaten wurden von ihrem Standort Hillersleben mittels Kfz. ins Haidholz gefahren. Teilweise übernachteten diese auch in der sowj. Kaserne in Halberstadt.

Ein GT- Angehörigen berichtete später einmal, das er bei einem Besuch durch das Scherenfernrohr sehen durfte. Es war fest auf die “Torii Towers” eingestellt.                                                                                                          

Quelle: “Die eisige Naht”

L. Hafner mit einem sowj. Soldaten

Galerie mit aktuellen Bildern

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Die Beobachtungsstellung im Haidholz war durch ihre Lage direkt an der Grenze natürlich oft das Ziel von GT-Angehörigen. Obwohl offiziell nicht gewünscht, kam es aber immer wieder zu Besuchen. Dabei wurde auch Tee getrunken, Sachen getauscht, bzw. Uhren von den Sowjets gekauft.

Der Hundeführer Lothar Hafner der 1961/1962 in Ohrsleben stationiert war, besuchte auch die Stellung im Haidholz. Auf dem Foto ist er neben einem sowj. Soldaten zu sehen. Rechts im Bild liegt die MP des Soldaten, der die beiden fotografiert hat.

Quelle: Lothar Hafner

Nach dem 09. Nov. 1989 war die Stellung nur noch teilweise besetzt. Endgültig wurde sie zum 03. Oktober 1990 aufgegeben. In der Folgezeit wurden die Gebäude und alles zurück gelassene zerstört, abgebaut und entwendet. S. G. war am 30. Oktober 2005 im Haidholz und dokumentierte den Zustand der ehemaligen Stellung. Die Fotos sind in der nebenstehenden Galerie.

Sobald es möglich war, diese Stellung selber aufzuklären, wurde dies vom BGS Anfang der 90er Jahre auch getan. Zur Dokumentation wurden Fotos, Skizzen von der Anlage und ein Bericht angefertigt. Die Anlage war zu diesem Zeitpunkt bereits von den GSSD Streitkräften bereits verlassen worden.