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Siegfried Kaserne  I

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GSA-Nord-5
GSA-Ost-4

Kurz nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten begannen auch in Braunschweig die Bauarbeiten von neuen Kasernen. Zu dieser Zeit bestanden in Braunschweig bereits zwei Kasernen, die jedoch schon älter waren und dem damaligen Stand nicht mehr entsprachen. Das waren die Waterloo- Kaserne in der Humboldtstraße sowie die Mars-La-Tour Kaserne am Altewiekring.

Im Jahre 1935 wurden dann die ersten Kasernenanlagen fertiggestellt. Es waren die Heinrich-der-Löwe Kaserne, die Hindenburg Kaserne sowie die Schill Kaserne. Im folgenden Jahr erfolgte die Fertigstellung der Siegfried-Kaserne am Bienroder Weg. Vier weitere Kasernen folgten dann noch im Jahr 1938.

Die nebenstehende Karte zeigt das Umfeld der Siegfried Kaserne Mitte der 40er Jahre.

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Im Januar 1936 begann innerhalb der Wehrmacht die zweite Aufstellungswelle in den Nachrichten- abteilungen. Aufgestellt wurde u. a. die Divisions- Nachrichtenabteilung 31. Sie ging aus den Abteilungen 12 und 19 hervor und der Standort wurde Braunschweig. Diese Einheit verblieb in der Siegfried- Kaserne bis zum Kriegsende.

Nach Gründung des BGS soll Braunschweig einer der Standorte sein. Die Siegfried Kaserne bietet sich als Unterkunft an und wird im Juli 1951 bezogen. 

  • im Juni 1951 erfolgt die Aufstellung der GSA Nord IIIs (mot) in Lübeck
  • im Juli 1951 wird diese nach Braunschweig verlegt
  • am 01. April 1954 Umbenennung in II./GSG5
  • am 20. Dez. 1955 erfolgt die Verlegung der 9./GSG5 aus Hannover nach Braunschweig. Hier wird sie als 6./GSG5 geführt und in der Mars- La Tour Kaserne untergebracht.
  • am 01. Juli 1956 erfolgt eine Auffüllung mit Optanten der III./GSG 5 aus Hannover
  • 01. Juli 1981 Umbenennung in GSA Nord 4
  • Umbenennung kurze Zeit später in GSA4 Ost
  • am 31.12. 1999 schließt der Standort Braunschweig.

 

Im Frühjahr 1951 wurde im Bundestag das "Gesetz über den Bundesgrenzschutz" verabschiedet. Der Grund lag an den Vorfällen, wo Volkspolizisten der Sowjetzone die Grenze überschritten, auf Flüchtlinge geschossen wurde und andere Vorfälle dieser Art. Dem wollte man keine Soldaten entgegen stellen. Die Bundeswehr gab es zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht. Also wurde der BGS quasi als Polizeitruppe den Übergriffen der Sowjetzone entgegen gestellt.

Die erste Hunderschaft wurde in Lüneburg in der dortigen Pionierkaserne aufgestellt. Offiziere und Unterführer waren überwiegend Teilnehmer des II. WK und waren daher eigentlich Soldaten. Die Grenzjäger wurden durch Anzeigenwerbung gesucht. Am 12. 06. 1951 meldeten sich die ersten Grenzjäger in der Kaserne.

Die erste aufgestelle Hundertschaft bekam die Bezeichnung "3. Hundertschaft Nord III s". Diese Hundertschaft wurde dann einige Wochen später nach Braunschweig in die Siegfried Kaserne verlegt, die 1936 fertig gestellt wurde. In ihr war bis zum Kriegsende eine Nachrichteneinheit untergebracht.

Am 01.04. erfolgt die Umbennung von "3. Hundertschaft Nord III s" in II/GSG5. Teile der Abteilung wurden dann später nach Verlegung von Hannover nach Braunschweig in der Mars-La-Tour Kaserne.

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