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Beobachtungstürme der Grenztruppen  I

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Seit Errichtung und Ausbau der Sperranlagen waren Beobachtungstürme ein wichtiger Bestandteil des Grenzsicherungssystems. Vom Abstand her hatten die Beobachtungstürme immer Sichtverbindung untereinander.  Zu Beginn der 60er Jahre wurden die Türme individuell aus Holz hergestellt und hatten unterschiedliche Bauweisen und auch Bauhöhen. Anfang der 70er Jahre ging man dann zu Türmen über, deren Teile industriell vorgefertigt waren. Es gab Beobachtungstürme in runder und eckiger Aus- führung. Nachfolgend sind die verschiedenen Arten hier beschrieben.


Ein Turm der ersten Generation. Er bestand ausschließlich aus Holzteilen. Teilweise wurde er auf einem Betonfundament befestigt. Die Höhe betrug einschließlich dem Aufsatz ca. 9- 12 Meter. Der Turm war durch mehrere Leitern zu besetzen, die aufgrund der Höhe immer von Umsteigeplattformen unterbrochen waren. Zu diesen Türmen bestand zu jener Zeit noch keine Nachrichtenverbindung. Es war lediglich eine Sichtverbindung zum nächsten Turm vorhanden. Außerdem hatten diese Türme seinerzeit noch keinen Scheinwerfer. Besetzt waren sie immer mit mindestens  zwei Grenzsoldaten. Auf diesen Beobachtungstürmen war kein Stromanschluß, folglich fehlten auch jegliche Scheinwerfer. Im Winter waren die Grenzsoldaten der Kälte ausgesetzt.

Ein typischer Beobachtungsturm wie er seit Beginn der 70er Jahre errichtet wurde. Mit Türmen aus Fertigteilen wurden die in die Jahre gekommenen Holzbeo- bachtungstürme nach und nach ersetzt. Die Ringe sowie die Beobachtungskanzel waren ausschließlich aus Fertigteilen, so dass der Aufbau sehr zügig vonstatten ging. Diese Beobachtungstürme hatten einen Stromanschluss und waren an das Grenz- meldenetz angeschlossen. Auf dem Dach war außerdem ein Suchscheinwerfer angebracht (fehlt bei diesem Turm). Die Tür zum betreten des Turms konnte von der Besatzung auch von innen verschlossen werden. Zur Kanzel führte dann eine Leiter. Die schräg gestellten Fenster ermöglichten einen guten Überblick über die Grenz- anlagen. Der abgebildete Turm ist der BT-11 “Klußgrund” oberhalb der Osterwieker Straße. Der Turm ist besetzt, neben dem Turm steht ein LO2002a.

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